Heinrich-Kraft-Schule

 

 

Leseförderung an der Heinrich-Kraft-Schule

Geschichten und Informationen sind nicht mehr nur an das Buch gebunden, sie finden sich auf allen Medien wieder. Neben der Lesekompetenz als Schlüsselqualifikation strebt unser pädagogisches Konzept deshalb auch die Sicherheit im Umgang mit den Neuen Medien an. Die Verwendung des Computers hat sich neben dem Lesen, Rechnen und Schreiben zu einer neuen Kulturtechnik entwickelt. Wir wollen die Schülerinnen und Schüler befähigen mit allen Medien kritisch und zugleich kreativ umzugehen. Dazu gehört zunächst die Vermittlung von Lesekompetenz, denn sie ist die Grundlage für den Umgang mit den Neuen Medien.
Der bessere Leser ist auch immer der bessere Mediennutzer! Der Erwerb der Lesekompetenz ist nicht etwa nach der Grundschule abgeschlossen, sondern muss in der weiterführenden Schule kontinuierlich erweitert werden. Wir gehen dabei davon aus, dass sowohl die Lesefertigkeit als auch die Lesekompetenz bei den einzelnen Schülerinnen und Schülern unterschiedlich hoch ausgeprägt ist. Unter Lesefertigkeit verstehen wir die grundlegende Fertigkeit einen Text zu decodieren, d.h. ihn inhaltlich zu erschließen, hier fließen die Begriffe Lesegeschwindigkeit und Lesegenauigkeit ein. Lesekompetenz ist der weiter gefasste Begriff. Er geht über die basale Lesefertigkeit hinaus und ist definiert durch die Fähigkeit geschriebene Texte zu verstehen, zu reflektieren und für die Weiterentwicklung des eigenen Wissens zu verwenden. Um die Schülerinnen und Schüler individuell fördern zu können, müssen wir den Entwicklungsstand der Lesefertigkeit und der Lesekompetenz testen. Wir orientieren uns dabei am aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung (Teilnahme an QUOP). Als vorläufiges Ziel haben wir die Entwicklung eines schulinternen Curriculums zur Förderung der Lesekompetenz in den Klassenstufen 5 und 6 vor Augen.

Leseförderung wird von uns jedoch nicht einseitig als Mittel zum Zweck der schnelleren Informationsentnahme verstanden, sondern dient unbedingt auch der Vermittlung von Lesefreude und der Entwicklung und Stabilisierung von Lesegewohnheiten.

Zur Realisierung einer solchen Leseförderung möchten wir den Schülerinnen und Schülern Leseorte und -angebote schaffen, die für sie attraktiv und interessant sind. Bei der räumlichen Ausstattung ist uns daher wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler in unserer Schule auch Rückzugsbereiche für intensives, bewusstes Lesen vorfinden, an denen sie sich ungestört und ungezwungen aufhalten können.

Kindern und Jugendlichen den Spaß am Lesen und damit auch am Schreiben zu vermitteln kann durch eine Vielzahl von Angeboten erreicht werden, sie können an dieser Stelle nicht alle aufgeführt werden, und außerdem werden der Kreativität keine Grenzen gesetzt, immer wieder trifft man auf neue und motivierende Ideen. Beginnend mit dem Vorlesen, über die Lesenacht, die Autorenlesung, die Schreibwerkstatt, die Lesescouts bis hin zum Vorlesewettbewerb ist bei uns alles möglich. Dazu gehört auch durchaus ein Kinobesuch oder eine Recherche im Internet, um den Zusammenhang zwischen Lese- und Medienkompetenz im Blickfeld zu behalten. Wir möchten auch ausdrücklich betonen, dass Leseförderung nicht nur dem Unterrichtsfach Deutsch zuzuordnen ist, sondern auch in den anderen Fächern stattfinden soll, deshalb wird sie an der Heinrich-Kraft-Schule in den Förderprozess eingebunden.

 

 

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